Kakaonibs – ein wahres Superfood

Schokolade = gesund?

Eigentlich ja, aber nur in seiner rohen Form. Also am besten in seiner Urform in ganzen Kakaobohnen. Ganz sind sie zwar nicht mehr, aber die kleinen Kakaonibs sind nichts anderes als geschälte und in Stückchen gebrochene Kakaobohnen, die bei niedriger Temperatur getrocknet werden. So behält der Kakao seine Rohkostqualität und entfaltet seine Superkräfte. Denn wenn Kakao zu stark erhitzt wird oder mit Zucker und Milch zu der ach so süchtigmachenden Schokolade verarbeitet wird enthält er kaum noch was von seinen guten Eigenschaften.

Der Geschmack erinnert nicht wirklich an Schokolade. Die Nibs schmecken nicht süß, sie sind eher herb-säuerlich, leicht bitter und besitzen eine feine Kakaonote. Zu Beginn vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber gerade Bitterschokoladenfans werden die Dinger lieben.

Kakaonibs1

Doch was können die kleinen Freunde nun eigentlich?

  • MAGNESIUM: Roher Kakao ist eine der größten pflanzlichen Magnesiumquellen. Magnesium ist ein essentielles Spurenelement, das für jeden Organismus lebenswichtig ist. Es unterstützt die Energieversorgung unserer Muskulatur, beruhigt unser Nervensystem und hilft dadurch bei Stress und Konzentrationsstörungen. Es spielt eine große Rolle in der Weiterleitung von Nervenimpulsen, die für eine geregelte Muskelkontraktion und einem normalen Herzrhythmus wichtig sind. Zudem ist es ein wichtiger Bestandteil unseres Knochenmetabolismus. 
  • EISENDie Kakaobohne enthält pro 100g 7,3mg Eisen (Rind- und Lammfleisch  2,5mg pro 100g). Eisen ist der Grundbaustein unserer roten Blutkörperchen. Eisenmangel führt zu Anämie und damit zu körperlicher Schwäche und Müdigkeit. Am besten wird Eisen zusammen mit Vit.C aufgenommen. 
  • UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN: Fette liefern Energie und sind mit 37 kJ (9 kcal) pro Gramm der Makronährstoff mit der höchsten Energiedichte. Allerdings werden die Fettsäuren vom Körper neben der Energiebereitstellung auch für zahlreiche andere Aufgaben benötigt. Daher ist es wichtig dem Körper auch gesunde Fette zuzuführen. Essenzielle Fette müssen wir durch die Nahrung aufnehmen, da wir sie nicht selber herstellen können. Der rohe Kakao enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren, sie sind gut für den Cholesterinspiegel und  eine gesunde Herzfunktion.
  • ANTIOXIDANTIEN: roher Kakao enthält mehr Antioxidantien als viele andere Lebensmittel (z.B. Blaubeeren, Rotwein und grüner Tee). Sie schützen unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen, unsere Haut vor frühzeitigen Alterungserscheinungen und können die Entstehung bestimmter Krebsarten verhindern. Zudem wirken sie sich auch positiv auf unser Herzkreislauf-System aus. Durch die Erweiterung von Blutgefäßen erhöhen sie die Blutversorgung und senken der Blutdruck. Sie senken den Cholesterinspiegel, verhindern Arterienverkalkung und schützen dadurch vor Herzinfarkten
  • CALCIUM: Roher Kakao enthält mehr Calcium als Kuhmilch. Calcium ist der wichtigste Bestandteil unserer Knochen und Zähne, er verleiht ihnen Stabilität und  Festigkeit. Eine ausreichende Calciumzufuhr ist wichtig zum Schutz vor Osteoporose. Calcium spielt eine große Rolle in der Erregungsleitung und nur dadurch kommt es zu einer Muskelkontraktion. Es ist wichtig für die Zellteilung, die Blutgerinnung und die Aufrechterhaltung von Zellmembranen.  Ein Mangel führt zur Übererregbarkeit von Muskulatur und Nerven, sowie zum Knochenabbau.
  • BALLASTSTOFFEDer hohe Gehalt an wasserunlöslichen Ballaststoffen unterstützt unsere Verdauung. Der Darm wird angeregt, es werden mehr Verdauungsenzymen produziert und Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. 
  • Desweiteren findet sich in rohem Kakao noch jede Menge  Vitamin C und E, Kalium, Zink und Kupfer.
  • GLÜCKSGEFÜHLE: Roher Kakao sorgt für eine hohe Ausschüttung von Stimmungsaufhellenden Neurotransmittern. Dazu gehört insbesondere Serotonin, welches für das Gefühl der Gelassenheit, einer inneren Ruhe und Zufriedenheit sorgt. Es findet seinen Einsatz auch als Antidepressivum. Nach dem Verzehr von Kakao setzt unser Körper Endorphine frei, unser körperigenes Schmerzmittel, besser bekannt als Glückshormon. Auch der Anadamidspiegel wird nach dem Verzehr von Kakao erhöht. Es löst ein Gefühl der Entspannung und Zufriedenheit aus. 
  • ZUCKERSTOFFWECHSEL: Die enthaltenen Flavonoide, die den Blutdruck- und Cholesterinspiegel senken, verbessern außerdem den Zuckerstoffwechsel, vermeiden starke Blutzuckerspiegelschwankungen und helfen gegen Heißhungerattacken auf Süßigkeiten. Auch das Sättigungsgefühl hält nach dem Verzehr von rohem Kakao länger an und kann somit beim Abnehmen hilfreich sein.

Aber Vorsicht nur der rohe Kakao ist ein Superfood. Bei erhitzen über 42°C werden die wertvollen Inhaltsstoffe der Kakaobohne zerstört!

Kakaonibs2

Doch wie nutze ich die Kakaonibs am besten? 

  • MÜSLI: Als Topping auf deinem Müsli eignen sich die Kakonibs besonders gut. Ob mit Milch oder Joghurt, am Besten streut ihr die Powerteilchen kurz vor dem Essen über euer Müsli, so bleiben sie schön knackig.
  • SNACK: Auch Roh als Snack anstatt eine Handvoll Nüsse sind die Kakaonibs super. Sie stillen durch ihren stark kakaoigen Geschmack schnell die Lust auf Süßes und die herbe, leicht säuerliche Note wirkt sättigend. Perfekt für den Heißhunger. 
  • SMOOTHIES: So bekommt dein Smoothie noch mehr gesunde Power, denn auch gemahlen entfalten die rohen Kakaonibs ihre komplette Kraft. 
  • SÜßES: Auch in selbstgemachten Süßes Snacks können die Nibs super verarbeitet werden. Z.B in Müsliriegeln, Energiekugeln oder Muffins 

Kakaonibsmüsli2

 

Auf der KULINART Messe in Frankfurt habe ich noch eine leckere Variante von Kakaonibs entdeckt. Der Blauschimmelkäse mit Schoki:

Kakaonibskäse

Ich bin gespannt wie euch die Kakaonibs schmecken und wie ihr sie verwendet!

 

Kommentar verfassen