Kürbis-Ziegenkäse Galette

Und noch mehr Kürbis…

Wie ich bereits in meinem letzten Rezept geschrieben habe bin ich ein echter Kürbis-Fan geworden. Ich werde die schöne Kürbiszeit bis zum letzten Tag auskosten und mir noch hoffentlich viele weitere schöne Kürbisrezepte einfallen lassen.

Dieses mal habe ich mich von Sarah inspirieren lassen, als ich nach neuen Ideen zur Verwendung von Kürbis gesucht habe. Schon der Anblick des leicht gebräunten Ziegenkäses hat mir das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Ich liebe Ziegenkäse aus dem Ofen! Ob mit Honig oder Schinken, das geht auf jeden Fall immer.

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Für den Vollkornteig meiner Galette habe ich mein eigenes Rezept verwendet. Fettarm und trotzdem nicht zu trocken , dank Magerquark.

Diesen Teig nehme ich auch sehr gerne, wenn ich Quiche backe(vielleicht mache ich bald mal wieder eine mit Kürbis 😉 ), durch den Magerquark wird er schön fluffig und schmeckt sogar meinem Freund, obwohl ich reines Dinkelvollkornmehls verwende.

Beim Zubereiten kann man nicht wirklich glauben, dass da ein fester Boden draus entsteht, denn der Teig ist vor dem Backen noch sehr feucht und klebrig. Er sollte deswegen mindestens für eine halbe bis Stunde in den Kühlschrank gestellt werden. Anschließend kann er dann auch nur mit noch etwas Mehl und den Fingern auf dem Backpapier in Form gebracht werden. Die Teigrolle würde völlig verkleben. Aber dafür ist das Ergebnis super – kein trockener Vollkornteig.

Kürbis-Ziegenkäse Galette3Warum verwende ich Vollkornmehl? Um das Weißmehl zu produzieren, was wir so gerne essen muss das Weizenkorn in vielen Schritten verarbeitet werden und dabei werden ihm so ziemlich alle Nährstoffe entzogen. Es enthält also kaum Ballaststoffe und keine Vitamine oder Mineralstoffe mehr, nur noch leere Kohlenhydrate, die uns weder lange satt machen noch uns mit Energie beliefern. Und das hat nichts mehr mit Clean Eating zu tun. Mehr dazu hier.  

Und wieso lieber Dinkelmehl, als Weizenmehl? Besonders der Weizen wurde in den letzten Jahrzenten genetisch stark verändert. Für eine noch bessere Wetterbeständigkeit und noch mehr Ertrag wurde die DNA des Weizens manipuliert. Unser Darm konnte sich aber nicht so schnell auf eine derartige Veränderung einstellen, weshalb Weizenprodukte in hohem Maße für viele Menschen heutzutage auch nicht mehr so verträglich sind. Ich muss mich leider dazu zählen, denn auch mir geht es unter einer Weizen bzw. glutenarmen Diät besser. Dinkel enthält auch Gluten (ich kann es leider nur in Maßen genießen), das Korn selber wurde in den letzten Jahrzehnten jedoch nicht so stark verändert wie der Weizen und enthält deswegen weniger Gluten. Ich werde bald noch einen Artikel schreiben über Gluten und Weizen und ihn hier verlinken. Des weiteren bietet Dinkel einige Vorzüge gegenüber dem Weizen:

DINKEL: ist eine Weizenart und gehört wie die alten Getreidesorten Einkorn und Emmer und Gerste zu den „Spelzgetreiden“. Das eigentliche Korn ist bei diesen Getreiden noch von einer Schutzhülle – dem Spelz – umgeben, die zwar in einem weiteren Verarbeitungsschritt (dem „Gerbgang“) zunächst entfernt werden muss, jedoch keineswegs nur als Nachteil gesehen wird. Sie schützt vor Schädlingen, Pilzen und anderen Umwelteinflüssen und wird als Hauptgrund für die Widerstandsfähigkeit des Dinkels gesehen. Weizen braucht hingegen häufig chemische Fungizide oder Pflanzenschutzmittel zum überleben. Dinkel enthält mehr (>11%) und höherwertiges Eiweiß in Form aller 8 essentiellen Aminosäuren. Vor allem die sog. BCAA (verzweigtkettige Aminosäuren), die besonders für den Muskelaufbau und Muskelerhalt verantwortlich sind. Auch der Gehalt an Vitaminen – A1, B1, B2, B3, B6, D, E –, ist deutlich höher. B-Vitamine schützen unser Nervensystem und kurbeln unseren Stoffwechsel an. Der Mehrgehalt an Vitamin E sorgt für einen höheren Gehalt an Antioxidantien. Weiterhin sind deutlich mehr Mineralstoffe, darunter vor allem Zink, Eisen,Selen und Kupfer im Dinkel enthalten, sowie ein hoher Anteil an ungesättigter Fettsäuren, besonders Ölsäure. Auch Schwermetalle werden vom Dinkel weniger aufgenommen. Für eine besondere Elastizität und Festigkeit unseres Körpergewebes sorgt der hohe Gehalt an Kieselerde oder auch Silizium. Zusätzlich fördert dies unsere Konzentrationsfähigkeit. Last but not least steigert Dinkel die Bildung des „Wohlfühlhormons“ Serotonin durch seinen hohen Tryptophangehalt. 

Es lebe der Dinkel!

Kürbis-Ziegenkäse Galette4Wenn ich mit Ziegenkäse „koche“ brauche ich eigentlich immer Honig dazu. Die beiden sind für mich ein unzertrennliches Team. Meine Mutter hat mir beim letzten Besuch wieder mal Honig vom Imker um die Ecke mitgebracht. Einmal meinen Lieblingshonig, einen hellen Obsthonig, und einen Akazienhonig. Den hatte ich bisher noch nicht ausprobiert. Der Akazienhonig ist sehr kräftig im Geschmack und schmeckt etwas „wilder“. Damit passt er hervorragend zu deftigen Gerichten. Außerdem ist er sehr flüssig und lässt sich dadurch super einfach mit einem Löffel in dünnen Linien über dem Essen verteilen.

Kürbis-Ziegenkäse Galette2Und jetzt endlich guten Appetit!

Kürbis-Zigenkäse Galette
Serves 1
Eine herbstliche Galette mit Ziegenkäse und Honig, dazu frischer Kürbis und Rosmarin - gesund, clean und super lecker!
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Prep Time
50 min
Cook Time
15 min
Total Time
1 hr 5 min
Prep Time
50 min
Cook Time
15 min
Total Time
1 hr 5 min
Für den Teig
  1. 200g Dinkelvollkornmehl Type
  2. 1 Ei
  3. 200g Magerquark
  4. 1/8l Wasser
  5. 20g Butter oder Öl
  6. etwas Salz
Belag
  1. 1/4 Kürbis
  2. Ziegenkäse
  3. Ziegenfrischkäse
  4. 1-2 TL Honig
  5. frischer Rosmarin
Instructions
  1. Für den Teig zunähst das Mehl mit dem Ei, der flüssigen Butter (oder Öl) und dem Magerquark kneten. Dann das lauwarme Wasser langsam hinzugeben (evtl. reicht auch etwas weniger). Der Teig ist wirklich sehr weich am Ende des knetens, nicht erschrecken!
  2. Jetzt den Teig in Frischhaltefolie verpacken und mind. 30min in den Kühlschrank stellen.
  3. Wenn es weitergehen kann den Ofen auf 200°C vorheizen.
  4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Dinkelmehl bestäuben. Den Teig nun auf das Backpapier legen mit den Fingern in eine rechteckige Form bringen (ca. 0,5cm dick). Der Teig ist ziemlich klebrig, also einfach ein bisschen mehr Mehl zur Hilfe nehmen.
  5. Nun wird der Teig mit Ziegenfrischkäse bestrichen (den Rand dabei noch nicht aussparen). Dann den Kürbis und den Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden und den Teig damit belegen (jetzt ca 2cm Rand aussparen). Die Galette mit Rosmarin und Salz und Pfeffer würzen. Anschließend den Rand vorsichtig umklappen.
  6. Zum Schluss noch den Honig in feinen Strichen über der Galette verteilen.
  7. Nun das ganze für ca. 15min im Ofen gold braun backen und am besten noch warm genießen!
Satt geküsst http://sattgekuesst.de/

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