Der Traum – Hamburg Marathon 2016

Marathon Fieber!

Ich bin in New York und es hat mich nun doch gepackt! Gestern war New York Marathon und das war wirklich Gänsehaut Feeling. 50.000 Menschen sind an den Start gegangen, die Straßen waren voller Zuschauer, alle haben gejubelt und die Läufer angefeuert. Sie haben sie eigentlich ins Ziel getragen. Schon letzte Woche beim Frankfurt Marathon habe ich Blut geleckt, aber jetzt steht es fest: ICH WERDE MEINEN ERSTEN MARATHON LAUFEN!

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Ich laufe schon seit Jahren 2-3 mal die Woche, aber wenn ich Jogge dann ca. 40 Minuten in zügigem Tempo. So richtig lange Strecken sind eigentlich nicht mein Ding. Wahrscheinlich auch, weil ich immer mein Tempo laufen will und in dem Tempo kann ich auf Anhieb keine 2 Stunden Laufen gehen. Langsames Laufen, dass muss ich erst mal lernen. Angefangen vor ca. 4 Wochen, als ich mit meinem Vater mal wieder nach Jahren eine Runde Laufen gegangen bin, sind wir zusammen einen gemütlichen Dauerlauf gelaufen und habe gemerkt – ok in der Geschwindigkeit könnte ich jetzt ewig laufen. Anschließend dachte ich das erste mal dran, vielleicht doch mal Langstrecke zu laufen. Naja und dazu kommt, dass ich in den letzten Wochen in einem Sporttief war, ich habe das letzte Jahr sehr viel im Fitnessstudio trainiert und mich auch nach meinen 24-Sunden Diensten noc dort hingeschleppt und hochintensives Training gemacht. Da hat mein Körper jetzt wohl einfach die Reißleine gezogen und ich war einfach platt. Das hatte ich noch nie und ich treibe seit ich denken kann wirklich viel Sport. ÜBERTRAINING – das Stichwort. Und das nicht mal durch die Belastung, sondern durch zu unregelmäßigen und wenig Schlaf, sowie viel Stress bei der Arbeit. Ich habe meinem Körper nicht die Zeit zur Erholung gegeben, die er brauchte. Es ist für mich einfach schwer, wenn ich Zeit habe am Abend, keinen Sport zu machen Denn durch die Dienste sind meine Tage begrenzt an denen es möglich ist Sport zu machen und ich war immer gewöhnt viel zu machen. Also habe mich gut strukturiert und habe es geschafft trotz arbeiten mind. 4 mal Sport in der Woche zu machen. Ich hätte aber viel öfter auf meinen Körper hören sollen und nach 2 Stunden Schlaf nicht ins Fitness gehen sollen, sondern mich einfach Hinlegen und mich Ausruhen und wenn es dann sein muss vielleicht locker eine Runde joggen gehen.

Aber warum jetzt Marathon?

Marathon NY fansDarum 🙂

Ich habe in meinem Leben immer einen Sport mit Wettkampf betrieben, Fussball, Tennis und zeitweise auch Leichtathletik. Nach hartem Training stand am Ende auch ein Ziel für das ich trainiert habe. Seit dem Beginn des Arbeitens habe ich aufgehört, habe auch keine Lust mehr auf Vereinstraining, feste Trainingszeiten und jedes Wochenende ein Spiel. Dafür bin ich zu eingeschränkt in meinen freien Wochenenden und auch an den Wochentagen. Ich freue mich zu sehr, wenn ich mal ein Wochenende frei habe und fahre dann auch gerne mal weg oder zu meiner Familie.

Doch nach nun 2 Jahren trainieren nur für mich fehlt mir mal wieder ein Ziel. Ich würde gerne wieder ein Ziel haben, um mich auch anzuspornen und auch verbessern zu können. Dabei muss ich aber zeitlich flexibel sein und das Training muss sich in meinen Alltag einbauen lassen. Da gibt es eigentlich nichts besseres, als Laufen. Umgezogen. Laufschuhe an und los. Bei Wind und Wetter, im Dunkeln und im Hellen, Laufen geht immer und überall. Die Schuhe sind schnell eingepackt, sodass auch im Urlaub oder an Wochenendtrips trainiert werden kann. Als ich ein Jahr in Spanien studiert habe, bin ich einmal einen Halbmarathon mitgelaufen, das war sehr spontan ich wollte nämlich am Start noch 10KM laufen und wurde dann überredet den Halbmarathon zu laufen. Es hat geklappt und mit 1Std 57Min auch gar nicht so schlecht. Ich habe mich da einfach an meinen Laufpartner gehalten, der schon öfter Halbmarathon gelaufen ist, sonst wäre ich wohl viel zu schnell gestartet. Er ist ein bisschen langsamer gelaufen, als ich es auf meinen Kurzstrecken mache, aber das war in dem Moment genau das was ich brauchte – einen der mich zügelt.

Marathon CP

Es ist die große Herausforderung – kann ich das schaffen? – die in mir jetzt diesen Wunsch ausgelöst hat. Ich möchte mal wieder über mich hinauswachsen und auf etwas hinarbeiten, was ich so aktuell nicht erreichen kann. Ein Ziel, das hoch gesteckt ist und für das ich auch etwas tun muss. Gerade jetzt, wo es so schnell dunkel wird, freue ich mich drauf, noch einmal an die frische Luft zu kommen und dabei zu wissen wofür ich das mache. Ich freue mich drauf mal wieder mit einem Plan zu trainieren, zu lernen langsame Dauerläufe durchzuführen und zu lernen zu regenerieren und am Ende des Trainings stolz auf mich sein. Dabei möchte ich versuchen mehr auf meinen Körper zu hören und dabei die Trainingstage je nach Gefühl durchzuführen, also den langsamen Dauerlauf nach einem Dienst und einen schnellen Lauf, wenn ich fit bin. Ich bin flexibel in der Durchführung meines Trainingsplans – werde wahrscheinlich auch etwas früher anfangen, um einen Puffer zu haben.

Also wenn ich aus meinem Urlaub zurück komme wird es bald losgehen, ich werde mich ab jetzt intensiver mit dem Marathontraining beschäftigen, mir einen Trainingsplan erstellen und dann werde ich in HAMBURG meinen ersten Marathon laufen! Ich werde euch, wenn mein Training losgeht, hier auf dem laufenden halten und über meine Erfahrungen berichten. ICH FREUE MICH SO SEHR!

Jetzt heißt es aber noch Equipment shoppen in New York!

Nachtrag Februar 2016: Leider werde ich meinen Traum im März meinen ersten Marathon zu laufen nicht erfüllen können. Nach einer Krankheitspause und beruflichem Stress schaffe ich es nicht mich ausreichend vorzubereiten. Vielleicht war es zu hoch gegriffen für meinen ersten Marathon nur 15 Wochen Training ein zu planen. Ich war im letzten Jahr keinen Tag krank und habe nicht damit gerechnet, dass es mich Anfang des Jahres so treffen wird, dass ich fast 2 Wochen komplett aussetzen musste. Da ich sehr ehrgeizig bin, hat es auch ein paar Tage-Wochen gedauert, mir einzugestehen, dass ich es bis März nicht schaffen werde, jedenfalls nicht so, wie ich es gerne möchte. Das heißt nicht das Ziel irgendwie zu erreichen. Ich habe mich an meinen anderen Zielen festgeklammert: mehr auf meinen Körper zu hören, mich nicht mehr so zu stressen. Das hilft etwas. Aber ein bisschen enttäuscht bin ich trotzdem. Vielleicht schaffe ich es im Herbst in Frankfurt an die Startlinie zu treten und mein Ziel dieses Jahr doch noch zu erreichen. 

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