Körperverletzung für mehr Macht und Geld

Wie die Lebensmittelindustrie mit unserer Gesundheit spielt..

Warum wird die Qualität der Lebensmittel immer schlechter und warum werden Lebensmittel verkauft, die uns krank machen? Die Lebensmittelhersteller spielen mit unserer Gesundheit und das für mehr Geld und Macht. 

Macht der Joghurt mit den probiotischen Kulturen uns nicht gesünder? Stärkt Actimel nicht unser Immunsystem? Macht das „Fit-Müsli“ nicht schlank und fit? Die Antwort auf diese Fragen lautet NEIN. Die Lebensmittel, die versprechen uns schlank und gesund zu machen, enthalten oft sogar noch mehr künstliche Aromen oder Zuckerersatzstoffe, als andere Produkte. Es ist für den Verbraucher nur schwerer zu erkennen.

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Warum fallen wir auf die Tricks der Lebensmittelindustrie rein? Oder wissen wir einfach zu wenig darüber? Viele Menschen achten nicht darauf, was wirklich in den Lebensmitteln steckt, die sie kaufen. Sie verlassen sich darauf, dass dort, wo weniger Zucker drauf steht auch weniger drin ist. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser oder wie heißt es so schön. Den Menschen ist mittlerweile bewusst, dass viel Zucker ungesund ist, dass fast Food nicht gut für den Körper ist, dass Fertiggerichte viele Kalorien haben. Der Fitnessboom ist in vollem Gange Jeder möchte gesünder, schlanker, fitter sein und das am Besten mit möglichst wenig Aufwand. Das weiß auch die Lebensmittelindustrie. Doch anstatt gesündere Lebensmittel zu produzieren, setzt sie auf die Faulheit und Unwissenheit der Käufer. Neben dem normalen Produkt steht zusätzlich eine Variante mit „weniger Fett“, „zuckerfrei“ oder „für Sportler“ im Regal. Die Verbraucher greifen zu. 

Warum aber das Ganze? 

Die Lebensmittelindustrie interessiert es nicht, ob wir später an Diabetes leiden, an einem Herzinfarkt sterben oder übergewichtig in Selbstmitleid verfallen. Alles was zählt ist GELD und MACHT. Würde sich ein gesundes Produkt denn wirklich besser verkaufen? Und würde es sich mit dem selben Aufwand und Produktionskosten herstellen lassen? NEIN! Es ist viel billiger dem Zucker einen anderen Namen zu geben, anstatt ein neues, weniger süßes Produkt herzustellen. Außerdem schmecken süße Lebensmittel dem Käufer und was ihm schmeckt, das kauft er. Zusatzstoffe machen das Produkt länger haltbar, es lässt sich billiger produzieren und lagern. Aromastoffe sind billig in der Herstellung, oft intensiver im Geschmack, es wird also viel weniger davon benötigt. Eine echte Vanilleschote zum Beispiel würde den Preisrahmen sprengen. 

Aber sind wir denn wirklich nur unschuldige Verbraucher?

In Deutschland gibt es viele Discounter, der Lebensmittelmarkt ist heiß umkämpft. Wer also nicht billig verkauft, verkauft auch nichts. Die Deutschen geben im internationalen Vergleich sehr wenig Geld für ihre Lebensmittel aus, nur ca. 11% des Einkommens. Wer hat sich nicht schon einmal über die teuren Preise in der Schweiz, in Frankreich oder in England geärgert. Kein Wunder, dass die guten Weintrauben mit mehr Geschmack für einen besseren Preis nach England verkauft werden und wir in Deutschland die Billigware geliefert bekommen. Wer mehr zahlt, bekommt auch die bessere Ware. Die Meinung in Deutschland ist geteilt. Wer wirklich wissen möchte was er kauft, muss regional kaufen und häufig tiefer in die Tasche greifen, als andere. 

Trotzdem werden wir täglich getäuscht oder, strenger formuliert, angelogen! Leider fehlt oft die Zeit sich jedes Lebensmittel genau anzugucken, bevor es in dem Einkaufswagen landet. Wenn es also heißt „100% natürlich“, dann wird das auch so sein – oder etwa nicht? „Natur“ ist das beste Beispiel, denn dieser Titel ist nicht geschützt. Es wurde also nicht klar geregelt, was das Produkt erfüllen muss um diesen Titel erhalten zu dürfen. Jeder kann auf sein Produkt „natürlich“ drauf schreiben, auch wenn das heißen kann, dass es 100% industriell hergestellt ist und 100 Zusatzstoffe darin enthalten sind. Auch wissen viele Menschen nicht, dass es rund 70 versteckte Namen für Zucker gibt. „Ohne Zucker“ ist also keine Garantie für ein wirklich süßungsmittelfreies Produkt. Das „Light“ nicht immer leicht heißt und weniger Kalorien oder Fett in dem Produkt nicht mit „gesund“ gleichgesetzt werden dürfen ist eine weitere Falle für die Verbraucher. Oft stecken in den Light-Produkten mehr Aroma- und Zuckerstoffe, damit das Produkt auch weiterhin gut schmeckt. 

⇒ Hingucken und nicht blind vertrauen. Die Lebensmittelindustrie möchte uns nicht gesund machen, sie möchte verkaufen!

Wer sich noch weiter mit dem Thema auseinander setzen möchte, dem empfehle ich unbedingt, sich auf der Seite von Foodwatch umzuschauen. Unter anderem hat der Gründer Thilo Bode auch interessante Bücher zu dem Thema geschrieben.

Die Organisation foodwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht die Lügen der Lebensmittelindustrie aufzudecken und kämpft für die Rechte des Verbrauchers. Sie steht ein für mehr Klarheit über die Qualität der Lebensmittel, über deren Inhaltsstoffe und Produktion, so wie einen fairen Handel. Foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein, der sich allein aus Fördergeldern und Spenden finanziert. Ihr Ziel ist es den Verbraucher in allen Bereichen vor der großen Nahrungsmittelindustrie zu schützen und weltweit für eine ausreichende, ausgewogene Nahrung zu sorgen. 

Mehr dazu hier: logo_foodwatch

 

Diese Dokumentation über Zucker ist auch sehr interessant und zeigt die bösartigen Machenschaften der Lebensmittelindustrie. 

Was haltet ihr von dem Thema? Seid ihr auch schon öfter auf die Tricks der Lebensmittelindustrie reingefallen?

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