Meine erste Yoga Stunde

Namaste!

Überall liest man von begeisterten Yogis, der unglaublich entspannenden Wirkung von Yoga auf den Körper, von Yoga das schlank und fit macht und von Yoga als Meditationsersatz. Yoga ist voll im Trend und wer sich mit Gesundheit befasst kommt eigentlich gar nicht dran vorbei. So nun auch ich. Dazu muss ich sagen, dass ich es jetzt schon so lange vor mir hergeschoben habe, immer wieder habe ich die Yogastunden vom Laufband aus verfolgt und mir gedacht „Jetzt probier es doch mal aus“. Ich mache von klein auf sehr viel Sport, aber alles Sportarten, die körperlich sehr anstrengend sind. Von Tennis, Leichtathletik und Fussball im Verein bin ich in den letzten 2 Jahren zum Laufen und HIIT übergegangen (aus Zeit Gründen). Entspannung und Dehnen haben da keinen Platz gehabt. 

yoga-chick

 

Das letzte Jahr war alleine beruflich sehr fordernd für mich, viele Dienste, wenig Freizeit und wenn etwas Zeit da war, dann wurde die mit Sport gefüllt. Nicht selten bin ich nach einem 24 Stunden Dienst nach Hause gekommen, habe mich 2-3 Stunden hingelegt, um dann noch ins Fitnesscenter zu rennen, um ja meine Erwartungen an mich zu erfüllen. Ich habe doch schon immer mind. 4 mal die Woche Sport gemacht und das sollte sich nicht ändern. Und wenn ich Sonntags überlegt habe wann ich die nächste Woche Zeit habe Sport zu machen, blieb bei 2 Diensten/Woche nicht viel Zeit. Ich habe mir also vorgenommen am Tag nach dem Dient ins Fitness zu gehen, dann musste ich das auch tun. Sonst würde ich es irgendwann wahrscheinlich gar nicht mehr machen. 

Im Herbst habe ich dann auf einmal keine Lust mehr gehabt. Ich dachte jetzt machst du dann mal 2-3 Tage Pause, dann kommt das von ganz alleine wieder. Es kam aber nicht so. Ich hatte einfach keine Power mehr nach der Arbeit noch 1-2 Stunden zu trainieren und das mit hoher Intensität. Also fing ich wieder vermehrt an zu Laufen und machte weniger Krafttraining und HIIT. Ich wollte einfach mehr auf meinen Körper hören. Mich nicht mehr so unter Druck setzen. Schließlich bin ich keine 20 mehr und studiere nicht mehr. Mein Job fordert mich auch körperlich ziemlich stark. Wenig Schlaf und Schlafstörungen machen es nicht besser.

Dann kam der Jahreswechsel und das ist einer meiner Vorsätze gewesen:

Mehr auf meinen Körper hören, mich nicht mehr so sehr stress und mir auch mal eine Pause gönnen. 

Gar nicht so einfach, wenn man ungefähr 25 Jahre etwas anderes gewohnt ist. Auch die Angst mich körperlich zu verändern und bei Freunden und Familie nicht mehr die zu sein, die immer so viel und hart Sport macht, spielen sicher eine Rolle. Ich wollte etwas finden, dass mir hilft runterzukommen, aber auf eine andere Art als das Laufen zum Beispiel. Das Laufen hilft mir sehr meinen Kopf nach der Arbeit frei zu bekommen, mich stark zu fühlen und abends gut entspannen zu können. Ich wollte etwas, dass auch für meine Seele und meine Gedanken gut ist, mich einfach entspannt. 

Ich war voller Euphorie auch im Hinsicht auf die Marathonvorbereitungen ins neue Jahr gestartet und was passiert? Ich bin nach einem Jahr mal wieder krank geworden. Das erste mal eine Woche krank geschrieben. Ich verbrachte viel Zeit im Bett und auf dem Sofa, stöberte durch Blogs, schaute Dokus und las immer mehr über Yoga. Da ich körperlich noch nicht in Topform war, dachte ich mir

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Yoga auszuprobieren!

Wie gut, dass es in meinem Fitnessstudio gerade am Wochenende einige Yogakurse gibt. Ich weiß, dass sind sicher nicht die Besten und es wäre 100 mal besser ins Yogastudio zu gehen. Aber zum ausprobieren sollte es doch reichen. 

Ich befand mich also mit ca. 25 anderen in dem großen Kursraum und war schon irgendwie voller Vorfreude. Endlich habe ich mich durchgerungen, Yoga auszuprobieren und nicht mit einem schlechten Gewissen da zu liegen und zu denken „du hättest jetzt auch 30 Minuten voll Tempo laufen oder Kniebeugen und Klimmzüge machen können“. Ich gab mich dieser Stunde einfach voll und ganz hin und versuchte so gut es beim ersten mal geht mitzumachen. Und?

Es tat echt gut! Ich bin vor allem viel beweglicher als ich dachte 😉 und ein wenig anstrengend war es außerdem auch noch. Bei manchen Stellungen kam ich ganz schön ins Schwanken und ich habe sogar ein bisschen geschwitzt ;). Ab und an dachte ich auch ich bekomme gleich einen Krampf, dass wäre ganz schön peinlich geworden. Am Ende hat sich mein Körper ziemlich entspannt angefühlt und meine Laune war besser als davor. Es wurde viel weniger meditiert, als ich dachte und auch die Atemübungen wurden sehr kurz gehalten. Dabei wäre ich mir vielleicht etwas komisch vorgekommen. 

Für mich steht jedenfalls fest, ich möchte dran bleiben und neben dem Sport Yoga als Ausgleich machen. Ich merke, dass einige Muskeln in meinem Körper ziemlich steif geworden sind und es mir sicher auch helfen wird besser zu regenerieren. Als nächstes möchte ich auch gerne das DynamicYoga oder Vinyasa Flow Yoga ausprobieren, vielleicht entspricht mir das noch mehr. 

unterschrift

Habt ihr Yoga auch schon ausprobiert? Oder seid ihr schon begeisterte Yogis? Was macht ihr für Yoga Arten?

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