Ramen – das neue Sushi

oder nur eine japanische Nudelsuppe?

Ramen sind spezielle japanische Nudeln, die häufig in Form von Nudelsuppen (auch Ramen genannt) serviert werden. Dabei gehören Ramen in Japan zu den beliebtesten Gerichten und sind damit ein wichtiger Teil der japanischen Küche. Aber auch hier zu Lande gewinnen sie immer mehr an Beliebtheit. Ramen sind aber alles andere als Fastfood. In einer Schale Ramen kann man sich wirklich verkünsteln. Meine erste Ramen(Suppe) habe ich beim MoschMosch, einer japanische Nudelbar, gegessen. Der Mix aus frischem, knackigen Gemüsen und den al dente gekochten Ramennudeln hat mich so begeistert, dass ich jetzt meine eigene Kreation einer Ramen geschaffen. 

Ramen1

Nicht nur die Nudelsuppe, auch die Nudel selbst heißt Ramen. Sie werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt. Frischen Ramen (=Namamen) gibt es in Asialäden, getrockneten Ramen(=Kansomen) können auch in einigen Supermärkten gekauft werden und die bekanntesten Vertreter, die Instant-Ramen werden fast überall als Instant-Suppen  angeboten.

Ich habe meine aus dem Bioladen um die Ecke und nach Packungsanleitung gekocht haben sie fast die selbe Konsistenz wie beim Original MoschMosch-Gericht. Die Nudeln sind etwas bissfester, als die gewöhnliche italienische Pasta und durch ihren eigenen Salzgehalt auch etwas würziger. 

Ramen3Für die Brühe stehen verschiedene Zubereitungsarten oder auch Sorten zur Verfügung. Die am häufigsten verwendeten sind Miso (eine Paste aus fermentierten Sojabohnen), Soyhu (vor allem mit Sojasauce gewürzte Brühe), Tonkotsu (durch Auskochen von Schweineknochen weißlich erscheinende Brühe) und Ohio (salzige Brühe, häufig mit Meeresfrüchten oder Fisch hergestellt).

Es eignen sich aber auch einfache Hühner- oder Gemüsebrühe für eine leckere Ramen. Meine Brühe habe ich mit Misobrühwürfeln und etwas Sojasoße gekocht. Für mehr Geschmack habe ich vorher Chili, Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch angeschwitzt. 

Ramengroup

Das besondere am Gemüse in der Ramen ist, dass es nicht vorgekocht wird. Es ist also noch ziemlich fest und schmeckt dadurch super frisch. Dabei habe ich mich an Gemüse gehalten, was auch in Deutschland leicht zu bekommen ist und sich fein verarbeiten lässt, damit es auch ohne Kochen gar wird. Da die Ramen normalerweise mit Stäbchen gegessen werden sollte das Gemüse eine gewissen Größe und Form haben. Ich persönlich esse gerne mit Stäbchen, da ich mir viel mehr Zeit für mein Essen lasse.

Fleisch ist kein Muss für eine Ramen. Am Besten schmeckt sie mir aber mit feinen Rindfleischstreifen. Kurz heiß angebraten und dann in der Suppe noch Ziehen lassen – so wird das Fleisch besonders zart. Für Vegetarier eignet sich aber auch die japanische Variante mit Ei-Einlage. Dafür wir das Ei vorher fast hart gekocht, in zwei Hälften geschnitten und auf die Suppe gelegt.  

Ramen4

Suppen werden allgemein ein immer größerer Trend. Besonders in Großstädten gibt es jetzt auch viele Schnellrestaurants, die sich auf Suppen spezialisiert haben. Das MoschMosch ist alleine in Frankfurt 3 mal vertreten und super beliebt! Für mich sind besonders in der kalten Jahreszeit Suppen eine super Sache, um mich aufzuwärmen und gesund satt zu essen. Da sind Ramen eine tolle Abwechslung!

Ramen
Serves 2
Ramen - die japanische Nudelsuppe.
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Prep Time
40 min
Cook Time
30 min
Total Time
1 hr
Prep Time
40 min
Cook Time
30 min
Total Time
1 hr
Ingredients
  1. etwas frischer Blattspinat
  2. 2 Möhren
  3. 1 Packung Mungobohnensprossen oder andere Sprossenarten
  4. 5 Champignons
  5. 1 Packung Kaiserschoten
  6. 2 Frühlingszwiebeln
  7. 1 Stück Ingwer
  8. 1 kleine frische Chili
  9. 1/2 Zwiebel
  10. 2 Knoblauchzehen
  11. 2 Missbrühwürfel oder gewünschte Brühe
  12. 2 Rinderminutensteaks (dünne Steaks)
  13. etwas Sesam
  14. 1 Bund Koriander
  15. Sojasauce
  16. Salz/Pfeffer
Instructions
  1. Zunächst die halbe Zwiebel, ein Stück geschälten Ingwer, die Chili und den Knoblauch in sehr kleine Stücke schneiden und mit den Misowürfeln in einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Gleichzeitig 1,5 l Wasser (im Wasserkocher) zum kochen bringen.
  2. Wenn die Zwiebeln glasig sind alles mit dem heißen Wasser ablöschen. Nun noch nach Geschmack etwas Sojasoßen und eine geschnittene Frühlingszwiebel hinzugegeben und die Brühe auf geringer Stufe köcheln lassen.
  3. Als nächstes wird das Gemüse zubereitet. Die Möhren schälen und mit einem Julienneschneider in feine Streifen schneiden. Den Blattspinat gut putzen und in grobe Stücke zerreißen. Die Champignons in dünne Scheiben schneiden.
  4. Jetzt das Gemüse in zwei tiefen Schalen verteilen. Die Sprossen und Kaiserschoten nicht vergessen.
  5. Für die Ramennudeln kann erneut Wasser zum kochen gebracht werden. Die Nudeln nach Packungsanleitung (meine 4min) kochen. Das Wasser nicht zusätzlich salzen! Sind die Nudeln fertig gekocht, werden diese noch mit kaltem Wasser abgeschreckt und dann auch in den beiden Schalen verteilt.
  6. Jetzt wird das Fleisch in feine Streifen geschnitten. Das Öl in der Pfanne gut erhitzen und nun das Fleisch ca. 1 min heiß von allen Seiten anbraten. Mit Sesam noch in der Pfanne bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch sollte noch nicht durchgebraten sein, bevor es auf die Schalen aufgeteilt wird.
  7. Zum Schluss wird die heiße Brühe über die gefüllten Schalen gegossen und mit Koriander und Frühlingszwiebeln garniert.
  8. Vor dem Verzehr ca. 5 min Ziehen lassen. Guten Appetit!
Satt geküsst http://sattgekuesst.de/

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