Die Regeln

Das 1×1 des Clean Eating

Hinter dem Clean Eating stecken ein paar Regeln, die es dir einfacher machen zu verstehen, was Clean Eating wirklich heißt, und worauf zu achten ist. Clean Eating ist ein Lebensstil und eine neuer Lebenstil lässt sich nicht von Heute auf Morgen umsetzen. Die Clean Eating Regeln sind die Grundprinzipien des Clean Eating. Sie helfen dir zunächst einmal zu verstehen, was alles zum Clean Eating gehört und geben dir die Grundlagen für deinen neuen Lebensstil. Es ist ein Prozess zu lernen, welche Lebensmittel nun wirklich clean sind und welche nicht. Oft verstecken sich auch in scheinbar gesunden Lebensmittel Zusatzstoffe oder Zucker und machen aus einem eigentlich cleanen Produkt ein ungesundes Essen.  

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Ich werde  veruchen die Regeln in kurzer Form so gut es geht zu erklären und einzelne Themen werde ich bald nochmal genauer unter die Lupe nehmen (z.B. gesunde Fette). Zu jeder Regel schreibe ich auch, wie ich sie für mich umsetzte. Mein Clean Eating bedeutet für mich zu ungefähr 90% clean zu essen. Auf Außnahmen kann und möchte ich manchmal einfach nicht verzichten und in manchen Situationen lässt es sich auch nicht vermeiden.

Regeln

ISS regelmäßig: 5-6 Mahlzeiten am Tag: Das klingt viel, aber dabei geht es nicht darum sich bei den Hauptmahlzeiten mehr als satt zu essen. Wenn du dich an die Portionsgrößen hältst (s.u.) wirst du merken, dass die 3 größeren Mahlzeiten und 2-3 Snacks dich über den Tag lang angenehm satt halten. Für den Körper ist ein konstanter Blutzuckerspiegel wichtig, um leistungsfähig zu sein. Heißhungerattacken werden vermieden und der Körper kann durchgehend effizient arbeiten.

–> Wenn ich an einem Wochenende ein ausgiebiges Frühstück am späten Vormittag genieße, eingeladen bin oder einfach satt bin, esse ich auch nicht immer 5 mal am Tag. Da verzichte ich gerne auf die ein oder andere Mahlzeit. Ich denke wichtig ist es auf seinen Körper zu hören, zu lernen wann es wirklich Hunger ist (und nicht Durst!) was man fühlt und dann auch etwas zu sich zu nehmen, statt dann völlig ausgehungert ungesundes Zeug in sich hinein zu stopfen. An einem normalen Arbeitstag brauche ich aber die 5-6 Mahlzeiten.

Frühstücke! Nach einer langen Hungerphase braucht der Körper morgens Energie um seine Speicher zu füllen, die Verdauung anzuregen und sich zu wappnen für den neuen Tag. Morgens legst du den Baustein für den restlichen Tag. Ein ungesundes, süßes Frühstück lässt die Lust auf Süßes den ganzen Tag anhalten. Nährstoffarmes Frühstück macht müde und hält nicht lange vor. Morgens sollte ein ballaststoffreiches, vitaminhaltiges Frühstück auf dem Programm stehen.

–> Ohne Frühstück geht bei mir gar nichts. Ich brauche morgens was zu Essen, bevor ich arbeiten gehen kann. Ansonsten bekomme ich schnell Kopfschmerzen oder werde sehr ungeduldig ;). Am liebsten esse ich unter der Woche Overnight Oats oder Porridge. Das hält mich lange satt, geht super schnell und schmeckt einfach lecker. Am Wochenende gibt es dann meistens ein ausgiebiges deftiges Frühstück mit Brot, Eiern usw.. Eigentlich freue ich mich schon immer nach dem Aufstehen auf das nächste Frühstück :)

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♥ Trinke ausreichend Wasser am Tag (2-3l): Unser Körper besteht zu 70% aus Wasser. Kein Wunder, dass Wasser DAS Lebenselexir ist. Und dieses sollten wir unserem Körper nicht vorenthalten. Ausreichend trinken ist wichtig, um alle Stoffwechselprozesse aufrecht zu erhalten. Außerdem verbrennt viel trinken auch mehr Kalorien. Ca. 100 Kalorien werden durch einen Liter mehr Trinken zusätzlich verbrannt. Auch ist das erste Hungergefühl oft nur eine Täuschung unserer Wahrnehmung – eigentlich haben wir Durst. Teste es mal selber und trinke erst einmal ein großes Glas Wasser, wenn der Hunger kommt. Vermeide süße Getränke wie Limonaden, Säfte oder andere kalorienhaltige Getränke. Dort stecken Unmengen an Zucker oder Zuckerersatzstoffen drin!! Für etwas Geschmack kann auch ungesüßter Tee getrunken werden oder Wasser mit Aromen (z.B. Limetten- Orangen oder Zitronenscheiben, Gurke, Minze etc.) verfeinert werden.

–> Wenn ich morgens aufstehe trinke ich erst einmal ein großes Glas Wasser um meinen Flüssigkeitshaushalt nach der langen Durststrecke wieder aufzufüllen. Dann trinke ich gerne noch eine große Tasse Grüntee, um die erste Müdigkeit zu überwinden. Ok, ohne Kaffee schaffe ich es auch nicht ganz, den trinke ich dann, wenn ich in die Klinik komme. Kaffee zählt für mich allerdings nicht zu meiner Trinkmenge, er entzieht dem Körper  zusätzlich Flüssigkeit, sodass ich eher ein Glas Wasser danach trinke. Auf süße Getränke kann ich im Alltag komplett verzichten, nach dem Sport trinke ich jedoch gerne mal eine Apfelschorle.

Keine Konservierungs- oder Zusatzstoffe: „Cant read it, don´t eat it“ Wenn man das erste mal die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel wirklich durchliest, die ständig im Einkaufskorb landen, fällt auf, wie viele unbekannte Stoffe dort zu finden sind. Oft sind es andere Wörter für Zucker (Maltodextrin, Fructose-Glucose, Dextrose etc.) aber auch chemische und künstliche Konservierungsstoffe sind in fast allen Lebensmitteln enthalten. Hinzu kommen Geschmacksverstärker, die eine Art Sucht in uns auslösen. Gerade auch Produkte, die als gesund gelten und es in ihrer Ursprungsform auch sind, stecken häufig voller Zusatzstoffe, die sie eigentlich nicht bräuchten. Die Lebensmittelindustrie setzt auf chemische Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe, die unser Essen länger haltbar machen und eine kostengünstige Herstellung erlauben. Aber Chemie ist kein Nährstoff und unser Körper ist nicht darauf ausgelegt dies täglich zu sich zu nehmen. Es macht uns nicht satt, sondern abhängig. 

–> Im Alltag ist es gar nicht so einfach komplett Clean einzukaufen. Viele Produkte sind chemisch behandelt um haltbar zu werden, besonders Milchprodukte (Käse, Joghut, Quark). Da ich auf diese Produkte jedoch nicht verzichten möchte, achte ich auf die Liste der Inhaltsstoffe und esse nur Naturprodukte, die von regionaler Herkunft sind. So kaufe ich Käse gerne auf dem Markt oder an der Frischtheke und nicht den abgepackten, mit Farbstoffen versehen verpackten Käse. Meine Milch sollte von regionalen Höfen kommen.

Am Anfang ist es wichtig zu lernen, was clean ist, also erstmal die Inhaltsstoffe durchzugehen. Irgendwann weiß man dann was wo drin steckt. Es gilt:  Alle unaussprechliche, fremde Wörter oder E-Nummern sind künstlich, also nicht clean. Produkte, die mehr als 5-6 Inhaltsstoffe enthalten sind eher nicht clean. Häufig sind diese mehr verarbeitet, als wir denken. Doch für mich gilt, wenn alles alleine für sich cleane Lebensmittel sind, ist das  Produkt für mich akzeptabel. Denn auch eine Gemüsemischung mit 5 Sorten Gemüse ist clean 😉

Keine Fertiggerichte und kein Convenience Food: In Fertigprodukten stecken viele der o.g. Konservierungsstoffe und Farbstoffe, die das Essen lange haltbar und appetitlicher aussehen lassen sollen. Sie enthalten oft mehr Fett als frisch gekochtes Essen und zudem meistens die ungesunden, gesättigten Fettsäuren und Transfette. Fertigprodukte haben kaum Vitamine und andere Vitalstoffe, da diese durch den Verarbeitungsprozess verloren gehen. Sie enthalten außerdem häufig viel zu viel Zucker oder andere Süßstoffe. Zugesetzte Aromen, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren, Säuerungsmittel und Emulgatoren sorgen für eine Art Einheitsgeschmack und machen das Essen ansehnlich. Um den Geschmack noch zu verstärken, wird sehr großzügig Salz eingesetzt. Da zu viel Salz negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann (z.B. hoher Bluthochdruck) sollten wir versuchen den Salzgehalt in unserer Nahrung zu reduzieren. Durchschnittlich enthält selbst zubereitetes Essen deutlich weniger Salz, als Fertigprodukte. 

Was heißt Convenience Food? –> Convenience Food = bequemes Essen, laut Wikipedia in Form von z.B.:

  • küchenfertig (z. B. unzubereitetes Tiefkühl-Gemüse, Fischfilet, Mischsalat, Backmischung)
  • garfertig (z. B. Nudeln, Schnitzel (paniert) Tiefkühl-Pommesfrites)
  • aufguss-/anrührfertig (z. B. Kartoffelpüreepulver, Instantgerichte (Tütensuppe))
  • zubereitungsfertig (regenerierfertig) (z. B. Konserven, Tiefkühl-Fertiggerichte, Mikrowellengerichte, Tiefkühltorte)
  • verzehrfertig (z. B. Fischkonserven, Schokoriegel, Speiseeis, Fruchtjoghurt, Backwaren)

–> Auf Fertigprodukte verzichte ich im allgemeinen komplett. Bei Convenience Food sieht es etwas anders aus, da unterscheide ich dann strikt nach den Inhaltsstoffen. Tiefgefrorenes Gemüse oder Obst, gelten für mich immer noch als clean. Ich weiß zwar, dass frische Zutaten noch mehr Vitalstoffe enthalten, solange aber keine Konservierungsstoffe oder Zucker beigemengt sind geht es für mich in Ordnung. Genauso sieht es für mich bei Konserven aus. Thunfisch oder Gemüse aus der Dose (Kichererbsen, Mais, rote Bohnen etc.) esse ich sehr gerne und dann häufig auch aus der Dose. Auf Soßen, Suppen oder anderen anrührfertigen Produkten fällt es mir nicht schwer zu verzichten. Die sind schnell selber gekocht und schmecken viel besser. 

Ich habe zwar schon immer gerne gekocht, aber seit ich mich clean ernähre, ist es noch mehr geworden und ich bin auf viele neue Produkte gestoßen, die ich jetzt sehr gerne verwende.

Keine leeren Kohlenhydrate: besonders Zucker und Weißmehl sind fast überall enthalten. Wir wissen alle, dass Zucker ungesund ist, es liefert unserem Körper keinerlei Nährstoffe, lässt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe steigen und wird, wenn es nicht gleich verbrannt wird, in Fett gespeichert. Aber nicht jeder Zucker ist gleich ungesund. Zwar könnte unser Körper komplett drauf verzichten, da er sich seinen Zucker aus Fett und Proteinen selber bauen kann, doch natürlicher Zucker, aus Früchten, Gemüse oder vollwertigen Lebensmitteln, ist wichtig und gesund. In seiner Rohform gegessen liefert das Obst dann zusätzlich noch Nährstoffe wie Vitamine und Ballaststoffe und der Zucker wird langsamer abgegeben. Genauso wie Zucker versorgen uns auch Auszugsmehle (Weißmehl) mit keinerlei Nährstoffen. Die verarbeiteten, leeren Kohlenhydrate enthalten nicht nur keine Vitalstoffe, sonder auch keine Ballaststoffe mehr und sorgen wie Zucker für einen schnellen Anstieg des Insulins im Blut. Ein häufig hoher Insulinspiegel wirkt entzündungsfördernd und kann zu chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes und Übergewicht führen. Kohlenhydrate zählen zu den Makronährstoffe (mit Fetten und Proteinen), die unser Körper braucht. Liefern wir ihm diese in Form von unverarbeiteten Vollkornprodukten, sind diese auch gesund. Sie liefern eine Menge an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralienn. Sie halten den Blutzucker lange Zeit auf einem Niveau stabil und geben lange Energie ab, machen also auch lange satt. Zu den gesunden Kohlenhydraten zählen jede Art von Vollkornprodukten (z.B. brauner Reis, Vollkornudeln, Quinoa, etc.), aber auch Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte.

Zucker! ist heutzutage fast überall zu finden. Auch in pikanten Nahrungsmitteln, wo wir ihn eigentlich nicht erwarten. Zum Beispiel in abgepackter Wurst und Käse, in fertig angerührten Saucen, Dips und Fertigsalaten. Es lohnt sich also immer ein Blick auf die Zutatenliste. Da die Lebensmittelindustrie jedoch nicht auf den Kopf gefallen ist und weiß, dass das Wort Zucker schlecht ankommt, verstecken sie den einfachen Zucker hinter anderen Namen. Dazu gehört: Maltodextrin, Fructose-Glukosesirup, Süßmolkenpulver, Lactose, Molkenerzeignisse,Traubenzucker, Saccharin, Reismalz, Glucosesirup, Dextrose und viele mehr. Alles sind andere Namen für Zucker!

Clean Eating Alternativen für Zucker sind:

  • Dicksäfte: z.B. Agavendicksaft, Traubendicksaft, Birnendicksaft etc.

  • Honig

  • Stevia (kalorienarm, 300-400 x süßer als Zucker!)

  • Reissirup

  • Vollrohrzucker und Rohrzucker (enthalten im Gegensatz zu weißem Zucker noch Vitamine und Mineralien) 

  • Ahornsirup (keinen gestreckten Ahornsirup)

  • Kokosblütenzucker

  • Fruchtpüree

Achtung Zuckeralternativen sind, auch wenn es nicht der weiße Haushaltszucker ist und zumindest noch ein paar Vitamine und Mineralien enthalten sind, immer noch Zucker. Sie sollten deshalb auch nur in Maßen genossen werden.  

–> Am Anfang viel es mir sehr schwer auf Zucker komplett zu verzichten. Nach einer Gewöhnungsphase von ein paar Wochen habe ich aber gemerkt, dass mir extrem süße Sachen gar nicht mehr schmecken. Zum Beispiel normale Milchschokolade mag ich gar nicht mehr und habe ich, wenn ich wirklich Lust auf Süßes habe, durch extra dunkle Schokolade ersetzt. Ansonsten süße ich sehr gerne mit Honig oder mit Fruchtpüree (Banane, Apfelmus oder Datteln). Natürlich esse ich auch mal Zucker, auf Eis könnte ich zum Beispiel nicht komplett verzichten! Ich esse die süßen Sachen dann aber sehr bewusst und in Maßen. Stevia habe ich bisher noch nicht für mich entdeckt. Ich finde den Geschmack zu künstlich und intensiv.

Andere einfache Kohlenhydrate ersetze ich meist durch Vollkornalternativen. Da ich mich aber glutenarm ernähre koche ich selten Nudeln oder andere Teigwaren. Gerne esse ich (Süß-) Kartoffeln, Quinoa und Reis. Ansonsten liebe ich Hülsenfrüchte (v.a. Kichererbsen), Salate, Gemüse und Obst. Alles Liefernanten komplexer Kohlenhydrate, die viele Nährstoffe und Ballaststoffe bereithalten.

Kombiniere komplexe Kohlenhydrate mit Proteinen: Um deinem Körper alle nötigen Nährstoffe mit einer Mahlzeit zu liefern solltest du zu jeder Portion komplexer Kohlenhydrate auch eine Portion Eiweiß essen. Eine ausreichende Eiweißzufuhr ist lebenswichtig. Denn Eiweiße werden zum Beispiel für jeglichen Zellaufbau, für unser Immunsystem und die Übertragung von Nervenimpulsen benötigt (und noch vieles vieles mehr). Es gibt jedoch die essentiellen Aminosäuren (Eiweissgrundbausteine), die unser Körper nicht selber bilden kann. Das heißt wir müssen sie über die Nahrung aufnehmen, damit ein ordnungsgemäßer Proteinstoffwechsel stattfinden kann. Dabei unterscheiden wir tierische (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte etc.) von nicht tierischen (pflanzlichen) Eiweißen (Soja, Hülsenfrüchte, Nüsse etc.). Die pflanzlichen Eiweiße sind häufig keine kompletten Eiweißquellen, enthalten also nicht alle 8 essentiellen Aminosäuren. Sie können deshalb in Kombination mit Vollkornprodukten, die andere essentielle Aminosäuren enthalten, gegessen werden (z.B. brauner Reis oder Quinoa), um eine komplette Eiweißzufuhr zu gewähren. Für eine ausgewogene Ernährung sollte zu jeder Mahlzeit also eine Portion Eiweiß in tierischer oder pflanzlicher Form mit komplexen Kohlenhydraten kombiniert werden. 

Proteine sind außerdem der wichtigste Baustein unserer Muskulatur. sie sind notwendig, um eine gesunde Muskelmasse aufzubauen. Für ein Muskelaufbautraining sollte man täglich ca. 2g Eiweiß pro kg Körpergewicht zu sich nehmen. Wer abnehmen möchte sollte Muskeln aufbauen, sie kurbeln den Stoffwechsel an und sorgen somit für einen höheren Kalorienverbrauch auch in Ruhephasen. 

Achte dabei auf Portionsgrößen!

–> Ich versuche so gut es geht genügend Eiweiß zu mir zu nehmen. Da ich viel Sport treibe  ist es für mich besonders wichtig. Gerade nach dem Training zu Regeneration der Muskulatur achte ich auf eine gute Portion Eiweiß in meinem Essen. Natürlich gelingt es mir nicht immer. Gerade bei den Snacks esse ich oft aus Einfachheit Obst pur oder trinke einen Smoothie. Ideen für Zwischensnacks, die ich auch gerne esse sind z.B. Obst mit Nussbutter, selbstgemachte Proteinriegel oder Hummus mit Gemüse.

Iss nur gute Fette: Die Aufnahme von Fetten durch die Ernährung ist wichtig. Sie sind nicht nur ein wichtiger Energielieferant sondern unter auch zur Aufnahme lebenswichtiger Vitamine ( Vitamin A, D, E und K ) nötig, sind unabdingbar zur Produktion körpereigener Botenstoffe, einen gesunden Aufbau und Funktion des Gehirns, sowie dem Zellaufbau und vielem mehr. Leider finden wir in in vielen Lebensmitteln ungesunde Fette. Hervorzuheben sind besonders gehärtete oder teilgehärtete Pflanzenfette, sie enthalten viele ungesunde Transfette und erhöhen bei regelmäßigem Verzehr deutlich das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, an Diabetes zu erkranken, führen zu Übergewicht und beeinflussen den Blutdruck, sowie das Immunsystem negativ. Doch warum werden sie verwendet? Künstliche Transfette entstehen z.B. durch Erhitzen von Pflanzenölen, diese sind billig, werden im Härtungsprozess streichbar und sind damit nicht mehr so schmierig (z.B. Magarine) und viel länger haltbar. Transfette finden sich in fast allen Fastfood oder Fertiggerichten, in vielen Backwaren, Chips, Fertigsoßen, Wurstwaren, Müsliriegel, Cornflakes u.v.m.

Doch welche Fette sind nun gesund?

Zusammenfassend ist zu sagen, dass vor allem diese Fette in deiner Ernährung einen Platz finden sollten:

Koksöl –> Ist auch zum Braten ideal, da es hoch erhitzt werden kann.

Extra natives Olivenöl (kaltgepresst)–> zum Kochen oder für Salate

Fisch, Leinöl, Rapsöl, Chiasamen–> enthalten viele Omega-3-Fettsäuren

Avocado, Nüsse und Nussöle, Kernöle –> enthalten Omega-9-Fettsäuren bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren

Omega-9-Fettsäuren bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie vor allem in Olivenöl (fast 75%!), Kernöl, Rapsöl, Maiskeinöl, in Nüssen und Avocados vorkommen.

Ghee–> ayurvedische Butter, auch als Butterschmalz bekannt

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In Maßen gesund sind gesättigte Fettsäuren die in tierischen Produkten vorkommen

!!! Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, Distelöl, Traubenkernöl enthalten viele Omega-6-Fettsäuren und sollten nur sparsam verwendet bzw. durch Omega-3-FS reiche Öle ersetzt werden, da wir durch unsere Nahrung immer mehr Omega-6-FS aufnehmen und somit für ein besseres Verhältnis sorgen können. 

!!! Gehärtete Fette enthalten die viele Transfette und sollten, wenn möglich komplett vermieden werden! (Häufig versteckt auch gehärtetes Palmöl) 

Für alle Interessierten erkläre ich hier noch einige Interessante Facts zum Thema Fette:

Generell unterscheiden wir zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Einen kleinen Ausflug in die Chemie: Gesättigt heißt, es gibt keine Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen der Fettsäure, ungesättigt heißt es gibt mindestens eine Doppelverbindung zwischen zwei C-Atomen, mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten also mindestens 2 C=C-Doppelbindungen. Und um noch einen drauf zu setzen Omega-n-Fettsäuren enthalten ihre Doppelbindung an einer bestimmten Stelle (z.B. an der 3. bei der Omega-3-Fettsäure). Da viele von den ungesättigten Fettsäuren von unserem Körper nicht selber hergestellt werden, auch essentielle Fettsäuren genannt, gelten diese als besonders gesund. Gesättigte Fettsäuren haben eher einen schlechten Ruf und gelten als ungesund. Ganz so einfach ist es jedoch leider nicht. Wichtig ist bei den ungesättigten Fettsäuren auch das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren. Sonnenblumenöl zum Beispiel hat ein schlechtes Omega-6-Omega-3-Verhältnis, nämlich 128 zu 1. Ein optimales Verhältnis zur Förderung der Gesundheit wäre jedoch ein Verhältnis von ca 3 bis 5 zu 1. Das Überwiegen der Omega-6-Fettsäuren, hemmt die positiven Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren und führt damit langfristig zu chronischen Entzündungen. Wichtig ist also eine optimale Balance von Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren. Nur so wird das Krankheitsrisiko und insbesondere das Herz-Kreislauf-Risiko gesenkt. Auch Koksöl, ein natürliches Öl, das zu 90% aus gesättigten Fettsäuren besteht, gehört in die Gruppe der gesunden Fette. Und jetzt wird’s kompliziert, Schuld daran ist der hohe Anteil an mittelkettigen Fettsäuren (Fettsäuren mit einer bestimmten Kettenlänge). Sie sind wasserlöslich und damit leicht verdaulich, lagern sich weniger in Fettdepots ein und liefern 1 Kalorie pro Gramm weniger, als andere Fettsäuren. Zudem wirkt Kokosöl antimikrobiell, antimykotisch und antiviral.

Einfach trennen in gesättigte FS = böse Fette  und  ungesättigte FS = gesunde Fette geht also nicht. Generell kommen gesättigte Fettsäuren vor allem in tierischen Lebensmitteln vor (Schmalz, Butter, Sahne, Käse, Fleisch) und verstecken sich oft in gekauften Fertigprodukten. Sie sind bei Zimmertemperatur fest und werden vor allem zum Kochen und Braten verwendet. Bei einem hohen Verzehr steigt die Rate an Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Bluthochdruck. Bei den pflanzlichen Fetten sind nur in Palmöl und Kokosfett reichlich gesättigte Fettsäuren enthalten, deshalb können diese höher erhitzt werden als andere pflanzliche Fette. Ungesättigte Fettsäuren kommen also vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor (Avocado, Nüsse, Oliven, Rapsöl…), in Hühnchenfleisch und Fischölen vor. Sie gelten generell als gesünder und sollten den Hauptteil der aufgenommenen Fette ausmachen. Es werden die mehrfach gesättigten, essentiellen Fettsäuren, wie Omega-3-/6- und 9-Fettsäuren und die einfach ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Sie alle sind für wichtige Signalkaskaden und ein gesundes Nervensystem unabdingbar. Führen zu gesunden Blutfett-Werten, erhöhen den Energieverbrauch und halten das Herz-Kreislauf-System gesund. Dabei sind Omega-6-Fettsäuren nur bedingt gute Fette, sie sind weitaus häufiger in unserer Nahrung zu finden und heben in einem Überschuss den positiven Effekte anderer, gesunder Fette im Körper wieder auf.  Wichtig ist wie gesagt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3/ Omega-9-Fettsäuren. 

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