Clean Eating

Clean Eating – oder Essen wie zu Oma´s Zeiten

Was heißt Clean Eating eigentlich? Clean eating heißt wörtlich übersetzt „sauber essen“ und damit ist gemeint: Essen so natürlich wie möglich. Also möglichst unverarbeitete, frische Lebensmittel, die am besten noch regional angebaut oder produziert werden und denen keine Zucker- Konservierungs- oder Zusatzstoffe beigefügt wurden. Jeder Teil unserer Mahlzeit sollte uns mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgen und unserem Körper nicht nur leere Kalorien liefern. 

Clean Eating ist keine Diät, Clean Eating ist ein Lebensstil. 

Und dieser Lebensstil ist eigentlich auch nichts Neues. Vielmehr ist es ein Wiederaufleben einer Lebensart, die früher ein MUSS war. Meiner Oma blieb gar nichts anderes übrig, als sich clean zu ernähren. Gemüse und Obst wurde selbst angebaut, Milch und Eier wurden vom Bauern neben an geholt und das Fleisch vom Metzger aus dem Dorf. Es gab keine Fertiggerichte, keine Mikrowelle und schon ja kein Mc´Donalds. Dafür gab es aber auch deutlich weniger der Volkskrankheiten von Heute (Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen…). Clean eating hat also nichts mit Kalorienzählen und bewusstem Verzicht zu tun. Es geht vielmehr darum unseren Körper mit hochwertiger, also nährstoffreicher Nahrung, zu versorgen und dabei zusätzlich auch auf ihre Reinheit zu achten. Also regionale, saisonale Produkte zu kaufen, die keine langen Flugreisen hiner sich haben oder mit Pestiziden und anderen chemischen Stoffen großgezogen oder konserviert worden sind, um jeden Tag des Jahres für uns verfügbar zu sein.

„Back to the roots“ 

OBST

Für uns ist es so einfach wie nie zuvor an alle Arten von Lebensmittel zu kommen auf die wir gerade Lust habe. Die Zeit ist knapp und es geht so schnell sich eben was vom Kebap Haus zu holen oder die Fertiglasagne in den Ofen zu schieben. Dank der Geschmacksverstärker und der Unmengen an Zucker, die darin enthalten sind schmeckt das dann auch gar nicht mal so schlecht. Auch wenn wir denken, dass wir gesunde Lebensmittel kaufen, sind diese häufig nicht clean. Es stecken auch dort, wo wir es nicht erwarten, viele Konservierungststoffe oder Geschmacksverstärker und eine Menge an Zucker drin. Aber woher kommt es, dass heutzutage so viele Menschen an Verdauungsbeschwerden oder einem einfachen Unwohlsein leiden? Ich selbst habe Jahrelang unter Bauchkrämpfen und derartigen Beschwerden gelitten ohne die Ursache zu kennen. 

Ich habe es schon immer gemocht, wenn ich wusste wo mein Essen herkommt. Ich weiß noch genau, wie schön ich es als Kind bei meiner Tante auf dem Bauernhof fand morgens die Eier einzusammeln und Tomaten zu pflücken oder auf dem Kartoffelroder mitzufahren und anschließend genau diese Dinge zu Essen. Es war ein gutes Gefühl. Aber damals wusste ich auch nicht woher die Eier oder das Gemüse aus dem Supermarkt häufig stammen, bzw. unter welchen Bedingungen sie produziert wurde. Während meines Studiums habe ich dann dieses gute Gefühl wieder für mich entdeckt, wenn ich am Samstag auf den Wochenmarkt gegangen bin. Endlich wieder einmal zu wissen, woher meine Zutaten kommen und dass diese nicht 1000 km eingeflogen worden sind, sondern erst reif vor Ort geerntet wurden. 

Regional

Trotzdem hatte ich es noch nicht geschafft meine Ernährung komplett umzustellen. Zu gut hat mir all der Rest geschmeckt und zu schwierig war es für mich komplett auf all die zuckrigen Leckereien zu verzichten. Auch war ich meist den ganzen Tag in der Uni und deshalb mittags häufig in der Mensa. Damals habe ich noch nicht daran gedacht mir mein eigenes Essen mitzubringen, zu schön war es mit meinen Freunden gemeinsam nach der Vorlesung in die Mensa zu rennen und ein warmes Essen vorgesetzt zu bekommen. Aber ganz ehrlich: uns ging es oft nicht gut nach dem Essen und von gutem Geschmack konnte meisten auch keine Rede sein. Aber einfach war es und der Kaffee danach hat die Verdauung schon irgendwie in Schwung gebracht 😉

Ich habe mich also weiter mit meinen ständigen Bauchschmerzen und meinem kleinen schlechten Gewissen abgefunden. Als ich dann anfing zu arbeiten und das Essen auch in der neuen Krankenhauskantine in keiner Weise besser geworden war, musste sich etwas ändern. Da bin ich auf Clean Eating gestoßen und wusste sofort: das entspricht eigentlich genau meinen Vorstellungen von einer gesunden Lebensweise. Ich fing an viel über diese neue/alte Ernährungsweise zu lesen und meine Gewohnheiten nach und nach umzustellen. Angefangen habe ich damit, mein Essen täglich mit zur Arbeit zunehmen und somit dafür zur Sorgen, dass ich auch dort zu einem gesunden Essen komme (und überhaupt zum regelmäßigeren Essen). Ich entdeckte neue Lebensmittel und habe noch mehr Spaß am Kochen und ausprobieren gewonnen.

Zu wissen, was in seinem Essen drin steckt ist ein super Gefühl. 

Auf den folgenden Seiten werde ich euch genauer erklären was Clean Eating alles beinhaltet, stelle euch die „Regeln des Clean Eating´s vor und hoffe den Ein oder Anderen von diesem Lebensstil überzeugen zu können. Dabei werde ich euch auch einige Tips an die Hand geben wie ihr Clean Eating in euren Alltag integrieren könnt und euch zeigen, dass dies leichter ist, als es sich anhört. Vor allem werdet ihr erfahren, was für positive Auswirkungen diese Ernährungsumstellung auf euren Körper hat. Er wird es euch danken!

Viel Spaß dabei!